Ein kleines Unternehmen sollte ein CRM-Komplettsystem wählen, wenn der Vertrieb und die anschließenden Arbeiten denselben Kundendatensatz benötigen. Ein einfaches Vertriebs-CRM eignet sich für Unternehmen, deren Hauptproblem darin besteht, Anfragen und Verkaufschancen nachzuverfolgen. Der umfassendere Ansatz reduziert Mehrfacheingaben in 3 getrennten Systemen für Vertrieb, Projektarbeit und Rechnungsstellung. Er lohnt sich, wenn Mitarbeiter regelmäßig Kundendaten zwischen diesen Aufgabenbereichen weitergeben. Zusätzliche Module bringen wenig Nutzen, wenn niemand sie verwenden möchte.
Ein einfaches Vertriebs-CRM lässt sich meist leichter einführen, wenn Ihre vorhandenen Werkzeuge für Buchhaltung und Leistungserbringung bereits gut funktionieren. Nutzen Sie eine 15-minütige Übergabe als Praxistest: Erfassen Sie eine Anfrage, weisen Sie die Folgeaufgabe zu und übergeben Sie die vereinbarte Arbeit an die Person, die sie ausführen wird. Wenn dieser Ablauf klar ist, reicht ein auf den Vertrieb ausgerichtetes System aus. Ein Komplettsystem wird nützlicher, wenn Sie bei der Übergabe weiterhin Leistungsumfang, Termine und Kundendaten an mehrere Stellen kopieren müssen.
Kommt ein kleines Team mit einem kostenlosen Tarif aus?
Ein kleines Team kommt mit einem kostenlosen CRM-Tarif gut zurecht, wenn alle Zugriff auf die Kundendatensätze und gemeinsamen Aufgaben haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. Kontakte speichern zu können, reicht allein nicht aus: Kollegen müssen sehen, wer für eine Anfrage zuständig ist und ob bereits jemand geantwortet hat. Für ein Team mit 10 Kollegen verliert der kostenlose Zugriff seinen Wert, wenn nur der Inhaber den vollständigen Gesprächsverlauf sieht. Prüfen Sie die gemeinsamen Arbeitsabläufe, bevor Sie ein kostenloses Abonnement als vollständige Lösung betrachten.
Ein 30-tägiger Test im normalen Arbeitsalltag zeigt, ob ein kostenloser Tarif für Ihr Unternehmen praktikabel ist. Beziehen Sie eine arbeitsreiche Phase, eine Abwesenheit und eine Übergabe zwischen Kollegen ein, damit der Test mehr abdeckt als das Hinzufügen von Kontakten. Fehlende Erinnerungen oder umständliche Möglichkeiten, Datensätze gemeinsam zu nutzen, fallen bei diesen Aufgaben schnell auf. Halten Sie die Einrichtung anfangs einfach: Ein übersichtlicher Kundendatensatz und ein zuverlässig festgehaltener nächster Schritt sind nützlicher als mehrere Funktionen, für deren Konfiguration niemand Zeit hat.
Ein kostenloser Tarif ist nicht mehr wirtschaftlich, wenn seine Einschränkungen regelmäßig manuelle Arbeit verursachen. Wenn Sie jede Woche 60 Minuten damit verbringen, Aktualisierungen zu kopieren oder eine gemeinsame Kundenübersicht zusammenzustellen, entstehen echte Betriebskosten. Vergleichen Sie die Kosten des kostenpflichtigen Tarifs, der genau dieses Problem beseitigt, mit der Zeitersparnis. Wechseln Sie nicht allein wegen einer längeren Funktionsliste in einen höheren Tarif. Wenn das Team seine Datensätze bereits aktuell hält und zuverlässig nachfasst, bleibt der kostenlose Tarif eine sinnvolle Wahl.