Welche Marken stellen die besten 360-Grad-Actionkameras her?
Die besten Marken für 360-Grad-Actionkameras sind:
- Insta360 (Durchschnittliche Gesamtwertung: 8.1)
- Kandao (Durchschnittliche Gesamtwertung: 7.1)
- GoPro (Durchschnittliche Gesamtwertung: 7)
- Ricoh (Durchschnittliche Gesamtwertung: 5.9)
Das folgende Diagramm vergleicht Marken von 360-Grad-Actionkameras anhand ihrer durchschnittlichen Gesamtwertung.
[horizontal-chart-06370018918863508072077554689914589900550319995638]
Was ist eine 360-Grad-Actionkamera?
Eine 360-Grad-Actionkamera nimmt gleichzeitig in alle Richtungen statt nur nach vorn auf. Dafür nutzt sie meist zwei Objektive und Software zum Zusammenfügen der Bilder.
So kannst du den Blickwinkel später auswählen, anstatt die Kamera während der Aufnahme perfekt ausrichten zu müssen. Deshalb eignen sich diese Kameras besonders für Reisen, Radfahren, Skifahren, Vlogs und Actionszenen, bei denen mehr Freiheit bei der nachträglichen Bildwahl gefragt ist als mit einer normalen Actionkamera.
Wie unterscheiden sich 360-Grad-Actionkameras von herkömmlichen Actionkameras?
Der größte Unterschied besteht darin, dass du bei einer herkömmlichen Actionkamera während der Aufnahme vor allem ein Objektiv gut ausrichten musst. Eine 360-Grad-Actionkamera erfasst dagegen die gesamte Szene und lässt dich den Bildausschnitt später festlegen.
Dadurch sind 360-Grad-Modelle flexibler, erfordern aber auch Stitching, erzeugen größere Dateien und machen den Arbeitsablauf stärker von Software abhängig.
Der Kompromiss ist einfach: Herkömmliche Actionkameras liefern meist sauberere Ergebnisse und sind leichter zu handhaben, wenn du nur gute, nach vorn gerichtete Clips möchtest. 360-Grad-Modelle sind sinnvoller, wenn die Freiheit zur nachträglichen Bildwahl ein Kaufgrund ist.
Wie gut ist die Videoqualität von 360-Grad-Actionkameras?
Die Videoqualität der besten 360-Grad-Actionkameras reicht für beeindruckende neu ausgerichtete Clips aus, sollte aber nicht nach denselben Maßstäben wie bei einer starken, nach vorn gerichteten 4K-Actionkamera beurteilt werden.
Selbst wenn die Aufnahmeauflösung auf dem Papier hoch ist, verteilt sie sich über die gesamte Kugelfläche.
Der endgültige zugeschnittene Ausschnitt kann deshalb weicher wirken als bei einer speziellen Frontkamera mit einer ähnlich hohen beworbenen Auflösung.
Die besseren 360-Grad-Modelle zeichnen sich dennoch durch saubereres Stitching, stabilere Bewegungen und besser nutzbare Details aus, nachdem die Aufnahme auf ein normales Format für soziale Medien oder Reisevideos zugeschnitten wurde.
Wie einfach lassen sich Aufnahmen von 360-Grad-Actionkameras bearbeiten?
Die Bearbeitung von Aufnahmen einer 360-Grad-Actionkamera ist einfacher als früher, bleibt aber anspruchsvoller als die Bearbeitung von Clips einer herkömmlichen Actionkamera.
Der zusätzliche Aufwand entsteht meist durch Stitching, Neuausrichtung, Exportzeiten und die Entscheidung, welcher Blickwinkel die Geschichte am besten erzählt. Gute Apps für Mobilgeräte und Computer machen diesen Arbeitsablauf deutlich leichter. Deshalb gehört die Softwarequalität zu den wichtigsten Kaufkriterien in dieser Kategorie.
Wie viel kosten 360-Grad-Actionkameras?
Gute 360-Grad-Actionkameras kosten üblicherweise etwa 300–600 €, während hochauflösende Premium-Modelle mehr als 700 € kosten können.
Günstigere Modelle für etwa 200–300 € bieten die grundlegende Aufnahme- und Neuausrichtungsfunktion, machen aber häufig Abstriche bei der effektiven Auflösung des neuen Bildausschnitts, der Schwachlichtqualität, der Stabilisierung, dem Objektivschutz oder der Desktop-Software.
Die Preisklasse von 300–600 € bietet meist saubereres Stitching, bessere Arbeitsabläufe auf Mobilgeräten und Computern, stärkere Stabilisierung, austauschbaren Objektivschutz und genug Auflösung für schärfere herkömmliche Exporte.
Premium-Modelle sind wegen höherer Aufnahmeauflösung, größerer Sensoren, besserer Wärmeableitung, professioneller Codecs, GPS- oder Timecode-Funktionen oder eines ausgereifteren Bearbeitungsökosystems teurer. Diese Vorteile sind vor allem wichtig, wenn 360-Grad-Material regelmäßig produziert und nicht nur gelegentlich als Effekt eingesetzt wird.
Was solltest du vor dem Kauf einer 360-Grad-Actionkamera prüfen?
Prüfe beim Vergleich von 360-Grad-Actionkameras die folgenden technischen Punkte.
- Objektivanordnung und Stitching-Linie: Untersuche, wie sich die Ansichten der beiden Objektive überlappen und wo die Stitching-Linie häufige Motive schneidet. Ein geringer Objektivabstand kann das Stitching im Nahbereich verbessern, während schlechte Kalibrierung doppelte Kanten, verschwindende Objekte oder sichtbare Nähte um die Kamera erzeugt.
- Aufnahmeauflösung und Auflösung des neuen Bildausschnitts: Eine hohe sphärische Auflösung verteilt sich auf das gesamte 360-Grad-Bild, sodass die exportierte flache Ansicht deutlich weniger Pixel enthält. Prüfe Auflösung und Bitrate des endgültigen neu ausgerichteten Ergebnisses und nicht nur den beworbenen Aufnahmewert.
- Sensor und Schwachlichtleistung: Vergleiche Sensorgröße, Blende, ISO-Verhalten, Dynamikumfang und Rauschunterdrückung beider Objektive. Unterschiedliche Belichtung oder Weißabgleichwerte machen die Naht besonders in der Dämmerung, in Innenräumen oder bei Mischlicht sichtbarer.
- Stabilisierung und Horizontausrichtung: Prüfe, ob eine vollständige Horizontsperre und Gyrostabilisierung bei höchster Auflösung und Bildrate funktionieren. Achte beim Gehen, Radfahren, Skifahren oder bei der Fahrzeugmontage auf Wackeln, Rolling-Shutter-Verzerrungen und Stitching-Fehler.
- Bitrate, Codec und Farbe: Prüfe die Unterstützung für H.264 oder H.265, die maximale Bitrate, 8- oder 10-Bit-Farbe sowie flache, Log- oder HDR-Profile. Hochwertigere Dateien bewahren mehr Details für die Neuausrichtung, erhöhen aber die Anforderungen an Speicherkarten, Übertragungszeit und Bearbeitungsleistung.
- Stitching- und Bearbeitungsablauf: Prüfe, ob das Stitching in der Kamera, in der mobilen App oder nur am Computer erfolgt. Bewerte Werkzeuge für Keyframes, Motivverfolgung, Horizontkorrektur, Stapelexport und Proxy-Unterstützung sowie die Frage, ob Exporte in voller Auflösung proprietäre Software erfordern.
- Optionen für Neuausrichtung und Export: Prüfe verfügbare Seitenverhältnisse, maximale Auflösung flacher Videos, Bildraten, Sichtfeldregler und Export-Codecs. Vorlagen für soziale Medien sind praktisch, für präzise Bearbeitung sind jedoch manuelle Keyframes und hochwertige Desktop-Exporte wichtig.
- Objektivschutz und Reparierbarkeit: Freiliegende Fisheye-Objektive sind anfällig für Kratzer, die in jedem Bild sichtbar bleiben. Prüfe austauschbare Abdeckungen, optische Schutzgläser, Tauchgehäuse, Reparaturpreise und ob Schutzteile Reflexionen, Unschärfe oder neue Stitching-Artefakte verursachen.
- Speicher, Wärme und Akku: Hochauflösende Dual-Lens-Aufnahmen erzeugen große Dateien und eine dauerhafte Prozessorlast. Prüfe Geschwindigkeits- und Kapazitätsgrenzen für microSD-Karten, die Dauer kontinuierlicher Aufnahmen, Überhitzungsverhalten, Wechselakku-Unterstützung und USB-C-Stromversorgung während der Aufnahme.
- Audio, Telemetrie und Befestigung: Prüfe den Umgang der Mikrofone mit Wind, Unterstützung für räumliches Audio, externe Mikrofonoptionen, den Export von GPS- oder Bewegungsdaten und Timecode-Kompatibilität. Stelle außerdem sicher, dass Halterungen den Arm im unsichtbaren Bereich des Selfie-Sticks halten, ohne Hände oder Zubehör über der Stitching-Linie zu platzieren.