Sind Samsung-Kameras gut?
Samsung-Kameras erreichen eine durchschnittliche Gesamtwertung von 5.1 und Platz 11 unter vergleichbaren Kameramarken sowie eine Nutzerbewertung von 8.3, die sie nach Nutzerrezensionen auf Platz 7 bringt.
Einige Samsung-Kameras waren für ihre Zeit technisch ausgezeichnet, sind heute aber nur sinnvoll, wenn die Einschränkungen eines eingestellten Systems akzeptabel sind.
Die NX1 war für ihre Zeit außergewöhnlich und verband einen APS-C-BSI-Sensor mit 28,2 MP, Hybridautofokus, Serien bis 15 Bilder pro Sekunde, Wetterschutz und interne 4K-H.265/HEVC-Videos. Die kleinere NX500 übernahm einen Großteil dieser Bildverarbeitung in ein kompaktes Gehäuse. Die entscheidende Schwäche ist die Kontinuität: Samsung stellt keine neuen NX-Gehäuse oder -Objektive her, NX- und NX-M-Objektive sind inkompatibel, Service und Zubehör sind begrenzt, und manche WLAN- oder Android-Funktionen arbeiten möglicherweise nicht mehr. Käufer, die aktuelle Motiverkennung, 10-Bit-Video, Herstellerunterstützung oder ein wachsendes System benötigen, sollten eine aktive Kameramarke wählen.
Das folgende Diagramm vergleicht Samsung mit anderen Kameramarken anhand der durchschnittlichen Gesamtwertung.
[horizontal-chart-01577259834648091757105710739110051238292053984796]Was sind die wichtigsten Vorteile von Samsung-Kameras?
Die wichtigsten Vorteile von Samsung-Kameras sind:
- Fortschrittliche APS-C-Sensortechnik: NX1 und NX500 besaßen einen rückwärtig belichteten APS-C-CMOS-Sensor mit 28,2 MP, als diese Verbindung aus Auflösung und Auslesegeschwindigkeit ungewöhnlich war. Ihre Dateien können bei niedrigen und mittleren ISO-Werten weiterhin brauchbare Details und Beschnittspielraum bieten.
- Schnelle Spitzenleistung: Die NX1 bot Serien bis 15 Bilder pro Sekunde mit Phasenerkennungs-Autofokus auf dem Sensor und einem tiefen, wettergeschützten Gehäuse. Für Action und Wildtiere war sie in ihrer Generation ungewöhnlich leistungsfähig, aktuelle Kameras nutzen jedoch ausgefeiltere Motiverkennungsalgorithmen.
- Frühes 4K-Video: NX1 und NX500 brachten früh 4K-Aufnahme und H.265/HEVC-Kompression in kompakte Kameras mit Wechselobjektiven. Der Codec verringerte die Dateigröße bei gegebener Qualität. Aktuelle Schnittunterstützung, 10-Bit-Aufnahme, Log-Arbeitsabläufe und Rolling-Shutter-Leistung dürfen aber nicht vorausgesetzt werden.
- Vernetzte Bedienelemente und Displays: Samsung integrierte WLAN, NFC, Touchoberflächen und hochwertige AMOLED-Displays in große Teile der NX-Reihe. Über die i-Function-Taste am Objektiv ließen sich Belichtungseinstellungen direkt am Objektiv anpassen, was dem System eine besondere Bedienmethode gab.
- Kompakte native Objektive: Der APS-C-NX-Anschluss enthielt kleine Festbrennweiten mit 16 mm, 20 mm, 30 mm und 45 mm sowie stabilisierte Zooms und höherwertige S-series-Objektive. Das Angebot war nie so breit wie ausgereifte Canon- oder Sony-Systeme, mehrere Objektive verbanden Größe und Bildqualität jedoch gut.
Was sind die wichtigsten Nachteile von Samsung-Kameras?
Die wichtigsten Nachteile von Samsung-Kameras sind:
- Das Kamerasystem wurde eingestellt: Samsung beendete um 2015–2016 die Entwicklung eigenständiger Kameras und NX-Objektive. Es gibt keine aktuellen Gehäuse, Firmware-Roadmap oder offizielle Aufrüstung. Das betrifft langfristigen Service, Ersatzteile, Akkus, Blitzgeräte und Kompatibilitätsunterstützung.
- NX und NX-M sind unterschiedliche Anschlüsse: Normale Samsung-NX-Kameras verwenden den APS-C-NX-Anschluss, die NX Mini den kleineren 1-Zoll-NX-M-Anschluss. Die Objektive sind nicht direkt austauschbar, und das begrenzte NX-M-Angebot macht diesen Zweig besonders einschränkend.
- Die native Objektivauswahl bleibt dauerhaft fest: Es werden keine neuen NX-Autofokusobjektive entwickelt. Die Anpassung von NX-Objektiven an aktuelle spiegellose Anschlüsse ist wegen Auflagemaß und elektronischer Blenden- und Fokussteuerung schwierig. Eine Objektivinvestition lässt sich daher nicht natürlich auf ein modernes Samsung-Nachfolgegehäuse übertragen.
- Autofokus und Stabilisierung sind veraltet: NX1 und NX500 hatten hybride Phasenerkennungssysteme, aber keine aktuelle Menschen-, Tier-, Vogel- oder Fahrzeugerkennung. Samsung-Gehäuse sind außerdem meist auf optische Stabilisierung ausgewählter Objektive statt Gehäusestabilisierung angewiesen, sodass unstabilisierte Festbrennweiten keine Sensor-Shift-Korrektur erhalten.
- Video und Verbindungen sind gealtert: H.265-Unterstützung ist heute üblich, NX-Video ist jedoch überwiegend ein älterer 8-Bit-Arbeitsablauf ohne interne 10-Bit-, Log-, Open-Gate- und Hochgeschwindigkeitsoptionen moderner Hybridkameras. Mobile Apps, Android-Dienste, drahtloses Teilen und Fernsteuerung können zudem von nicht mehr gepflegter Software oder Netzwerkunterstützung abhängen.























