Eine Digitalkamera nimmt Fotos mit einem elektronischen Bildsensor auf und speichert sie als Dateien, anstatt einen chemischen Film zu belichten. Das Licht fällt durch das Objektiv, der Sensor wandelt es in elektrische Informationen um und die Kamera verarbeitet diese Informationen zu JPEG-, HEIF-, RAW- oder anderen Bilddateien.
Die digitale Technik ermöglicht eine sofortige Bildkontrolle, wiederverwendbare Speicherkarten, einstellbare ISO-Werte, elektronischen Autofokus, Metadaten sowie einfaches Bearbeiten und Teilen. Das Angebot reicht von einfachen Kompaktkameras mit festem Objektiv bis zu professionellen Gehäusen mit Wechselobjektiven, doch alle nutzen denselben grundlegenden Ablauf vom Sensor zur Datei.
Wie unterscheiden sich Digitalkameras von Filmkameras?
Digitalkameras ersetzen den lichtempfindlichen Film analoger Kameras durch einen elektronischen Sensor und einen austauschbaren Speicher. Eine digitale Aufnahme lässt sich sofort prüfen, ohne Qualitätsverlust kopieren und über Einstellungen wie ISO, Weißabgleich, Bildprofil und Rauschunterdrückung anpassen.
Filmkameras erzeugen ein physisches Negativ oder Dia mit fester Empfindlichkeit, charakteristischem Korn und einer typischen Farbwiedergabe. Das fertige Ergebnis sieht der Fotograf normalerweise erst nach der Entwicklung. Das verlangsamt den Prozess, kann aber zu bewussterem Fotografieren anregen.
Auch die Kosten verteilen sich anders. Digitale Fotografie benötigt Akkus, Speicherkarten und auf Dauer Datenspeicher, doch jedes zusätzliche Bild kostet fast nichts. Für Film sind eine neue Rolle sowie Entwicklung und Digitalisierung erforderlich, wodurch häufiges Fotografieren teurer wird.
Keines der beiden Medien ist automatisch künstlerischer. Digitaltechnik ist schneller, flexibler und einfacher für anspruchsvolle Autofokus- oder Videoarbeiten. Film bietet dagegen einen besonderen Prozess und eine eigene Wiedergabe, die manche Fotografen gerade wegen des langsameren und weniger vorhersehbaren Ablaufs bevorzugen.
Welche Arten von Digitalkameras gibt es?
Die wichtigsten Arten von Digitalkameras sind:
- Kompaktkameras: Modelle mit festem Objektiv, die auf einfache Mitnahme und Bedienung ausgelegt sind. Das Angebot reicht von günstigen Kameras für die Tasche bis zu hochwertigen Kompaktmodellen mit 1-Zoll-, APS-C- oder Vollformatsensor.
- Spiegellose Systemkameras: Systeme mit Wechselobjektiven, elektronischen Suchern, modernem Autofokus mit Motiverkennung und starken Hybridfunktionen für Foto und Video. Anschlüsse wie Sony E, Canon RF, Nikon Z, Fujifilm X und Micro Four Thirds decken eine große Preisspanne ab.
- DSLR-Kameras: Gehäuse mit Wechselobjektiven, optischem Sucher und Schwingspiegel. Sie bieten ausgeprägte Griffe, lange Akkulaufzeiten und ausgereifte Objektivsysteme, sind jedoch meist größer als vergleichbare spiegellose Modelle.
- Bridgekameras: Kameras mit festem Objektiv, tiefem Griff und sehr großem Zoombereich. Sie eignen sich für Reisen, Wildtiere und entfernte Motive, wenn das Mitnehmen mehrerer Objektive unpraktisch wäre.
- Spezialisierte Digitalkameras: Messsucher-, Mittelformat-, Cinema-, Action-, Sofortbild-Digital- und robuste wasserdichte Konstruktionen stellen ein bestimmtes Aufnahmeerlebnis über allgemeine Vielseitigkeit.