Welche Marken stellen die besten spiegellosen Kameras her?
Die besten Marken für spiegellose Kameras sind nachfolgend aufgeführt:
- Sony (Durchschnittliche Gesamtwertung: 8.7)
- OM System (Durchschnittliche Gesamtwertung: 8.6)
- Fujifilm (Durchschnittliche Gesamtwertung: 8.3)
Das folgende Diagramm vergleicht Marken spiegelloser Kameras anhand ihrer durchschnittlichen Gesamtwertung.
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Was ist eine spiegellose Kamera?
Eine spiegellose Kamera ist eine Digitalkamera mit Wechselobjektiven, die das Licht direkt zum Bildsensor leitet, anstatt die aus einer DSLR bekannte Kombination aus beweglichem Spiegel und optischem Sucher zu verwenden. Das Livebild des Sensors erscheint auf dem rückwärtigen Display oder in einem elektronischen Sucher. Dadurch lassen sich Belichtung, Weißabgleich, Fokussierhilfen und die Wirkung der Schärfentiefe bereits vor der Aufnahme beurteilen.
Der Verzicht auf den Reflexspiegel ermöglicht einen kürzeren Abstand zwischen Objektivanschluss und Sensor und kann die Gehäuse kompakter machen. Ein komplettes Set ist mit einem großen Vollformatzoom allerdings nicht unbedingt klein. Die Konstruktion erlaubt außerdem Autofokuspunkte über einen großen Teil des Bildfelds, lautloses elektronisches Auslösen und fortschrittliche Videofunktionen, erhöht aber die Abhängigkeit von Sensor, Prozessor, Anzeige und Akku.
Wie unterscheiden sich spiegellose Kameras von DSLR-Kameras?
Spiegellose Kameras unterscheiden sich von DSLRs vor allem dadurch, dass sie den Reflexspiegel und optischen Sucher der DSLR durch ein kontinuierliches Sensorbild und eine elektronische Anzeige ersetzen. So können sie Belichtung und Farben vorab darstellen, den Autofokus über einen größeren Bildbereich verteilen und Funktionen wie Augenerkennung, Focus Peaking und lautlose elektronische Verschlüsse nutzen.
DSLRs bieten weiterhin einen direkten optischen Blick ohne Anzeigeverzögerung und erreichen meist eine deutlich längere Akkulaufzeit, wenn das rückwärtige Display nicht verwendet wird. Ihre ausgereiften Canon-EF-, Nikon-F- und Pentax-K-Systeme umfassen zudem viele Objektive, auch wenn sich die Entwicklung neuer Produkte stark zu spiegellosen Anschlüssen verlagert hat.
Spiegellose Kameras sind für den kombinierten Foto- und Videoeinsatz meist besser geeignet, weil in beiden Betriebsarten dasselbe Fokussiersystem auf dem Sensor arbeitet. Das Gehäuse kann kleiner sein, vergleichbar lichtstarke Vollformatobjektive bleiben jedoch groß. Schnelle elektronische Verschlüsse können außerdem Rolling-Shutter-Verzerrungen oder Streifen erzeugen, wenn der Sensor nicht schnell genug ausgelesen wird.
Welche Objektive unterstützen spiegellose Kameras?
Spiegellose Kameras unterstützen die folgenden nativen und adaptierten Objektivoptionen:
- Native Systemobjektive: Sony-E-, Canon-RF-, Nikon-Z-, Fujifilm-X- und -G-, Micro-Four-Thirds- sowie L-Mount-Objektive kommunizieren elektronisch mit den jeweils passenden Gehäusen. Sowohl Anschluss als auch Sensorabdeckung müssen geprüft werden, da ein APS-C-Objektiv an einem Vollformatgehäuse einen beschnittenen Bildmodus erzwingen kann.
- Vollformat- und APS-C-Objektivfamilien: Die Systeme Sony E, Canon RF und Nikon Z umfassen Vollformatgehäuse und kleinere Formate, während Fujifilm X für APS-C und Fujifilm G für Mittelformat ausgelegt ist. Ein Objektiv für den größeren Bildkreis funktioniert häufig am kleineren Sensor, das Sichtfeld verengt sich jedoch um ungefähr den Faktor 1,5× oder 1,6×.
- Micro-Four-Thirds-Objektive: Die meisten Micro-Four-Thirds-Objektive lassen sich zwischen kompatiblen Panasonic- und OM-System- oder Olympus-Gehäusen wechseln. Der Cropfaktor von 2× ermöglicht kompakte Teleausrüstungen, allerdings können sich Autofokusverhalten und Stabilisationsabstimmung bei markenübergreifenden Kombinationen unterscheiden.
- DSLR-Objektive über Adapter: Canon-EF-, Nikon-F-, Sony-A- und andere ältere Objektive lassen sich häufig mit einem passenden Adapter montieren. Elektronische Adapter können Autofokus, Blendensteuerung und Stabilisierung erhalten, die Leistung hängt jedoch vom konkreten Gehäuse, der Objektivgeneration und der Adapter-Firmware ab.
- Manuelle und spezialisierte Objektive: Der kurze Auflagemaß spiegelloser Anschlüsse macht viele manuell fokussierbare, Kino-, Tilt-Shift- und ältere Objektive adaptierbar. Focus Peaking und die vergrößerte Liveansicht erleichtern das manuelle Scharfstellen, Adapter können jedoch keine elektronischen Funktionen nachrüsten, die das ursprüngliche Objektiv nie geboten hat.
Wie gut ist der Autofokus spiegelloser Kameras?
Der Autofokus aktueller spiegelloser Kameras ist ausgezeichnet, insbesondere bei Modellen mit Phasenerkennung auf dem Sensor und trainierten Motiverkennungsmodi. Leistungsfähige Systeme erkennen menschliche Augen, Tiere, Vögel, Fahrzeuge oder Insekten und verfolgen sie über einen großen Teil des Bildes, statt die Fokuspunkte nahe der Mitte zu konzentrieren.
Die beworbene Anzahl der Fokuspunkte ist kein direktes Maß für die Zuverlässigkeit. Abdeckung, Auslesegeschwindigkeit des Sensors, Leistung des Objektivmotors, Logik der Motiverkennung und Empfindlichkeit bei wenig Licht sind wichtiger. Der kontinuierliche Autofokus sollte bei der vorgesehenen Serienbildrate geprüft werden, da manche Kameras den Fokus fixieren, die Qualität der Liveansicht verringern oder langsamer werden, wenn bestimmte elektronische Verschluss- oder Hochgeschwindigkeitsmodi gewählt sind.
Gehäuse mit reiner Kontrasterkennung können unbewegte Motive weiterhin präzise fokussieren, bei Action und Video aber pumpen oder den Fokus suchen. Für Sport, Tiere oder Kinder in Bewegung sollten eine große Abdeckung mit Phasenerkennung, zuverlässige Augenverfolgung, ein großer Pufferspeicher und Objektive mit schnellen Linear- oder Schrittmotoren Vorrang haben.
Wie gut ist die Bildqualität spiegelloser Kameras?
Die Bildqualität spiegelloser Kameras reicht von sehr gut bis professionell. Sensorgröße, Objektivqualität, Belichtung und Verarbeitung wirken sich stärker aus als das Fehlen eines Spiegels. Moderne APS-C- und Four-Thirds-Modelle können detailreiche Ausdrucke und saubere Dateien bei alltagstauglichen hohen ISO-Werten liefern, während Vollformatgehäuse bei vergleichbarem technischen Stand meist mehr Dynamikumfang und Reserven bei wenig Licht bieten.
Die Auflösung sollte zur Aufgabe passen und nicht einfach maximiert werden. Etwa 20–26 MP reichen für allgemeine Fotografie und 4K-Ausgabe völlig aus. 40–60 MP bieten mehr Spielraum beim Zuschneiden und mehr Details für große Ausdrucke, verlangen aber schärfere Objektive, eine ruhigere Aufnahmetechnik, schnellere Karten und mehr Speicherplatz.
Ein größerer Sensor erleichtert bei gleichem Bildausschnitt außerdem eine geringe Schärfentiefe, ist für Reise-, Makro- oder Gruppenfotografie aber nicht automatisch besser, weil dort ein größerer Teil der Szene scharf bleiben soll. Hochauflösende Modi mit Sensorverschiebung können die native Pixelzahl übertreffen, funktionieren jedoch mit Stativ und unbewegten Motiven am besten, da Bewegungen Artefakte erzeugen können.
Bei Video sollten Oversampling, Cropfaktor, Rolling Shutter, Bittiefe, Farbunterabtastung und thermische Grenzen geprüft werden, statt sich nur auf eine Bezeichnung wie 4K, 6K oder 8K zu verlassen. Eine gut verarbeitete 10-Bit-4K-Datei lässt sich unter Umständen sauberer farblich bearbeiten als höher aufgelöstes Material mit starkem Beschnitt oder langsamer Sensorauslesung.
Wie viel kosten spiegellose Kameras?
Neue spiegellose Kameras kosten allein für das Gehäuse üblicherweise etwa 500–11.000 €, wobei die meisten gängigen APS-C- und Vollformatmodelle ungefähr zwischen 700 € und 3.000 € liegen. Ein einfaches Kitzoom erhöht den Preis eines Einsteigergehäuses meist um etwa 100–400 €. Lichtstarke professionelle Zooms und lange Teleobjektive können dagegen genauso viel oder mehr als die Kamera selbst kosten.
APS-C- und Micro-Four-Thirds-Einsteigersets für etwa 500–1.000 € setzen Schwerpunkte auf kompakte Abmessungen, automatische Bedienung und allgemeine Fotografie. Die Preisklasse von 1.000–2.500 € bietet einen leistungsfähigeren Autofokus, bessere elektronische Sucher, bei vielen Modellen eine Stabilisierung im Gehäuse, schnellere Serienaufnahmen, eine wetterbeständigere Konstruktion und umfangreichere 4K-Aufzeichnung.
Hochauflösende, sport- oder kinoorientierte sowie Mittelformatgehäuse beginnen häufig bei etwa 2.500–4.000 € und können mehr als 10.000 € kosten. Mindestens ein geeignetes Objektiv, Ersatzakku, Speicherkarte und gegebenenfalls Mikrofon, Blitz oder Stützausrüstung müssen ebenfalls eingeplant werden. Ein reiner Vergleich der Gehäusepreise kann ein System mit teureren Objektiven irreführend günstig erscheinen lassen.
Das folgende Diagramm zeigt die Preisverteilung spiegelloser Kameras.
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Was sollte man vor dem Kauf einer spiegellosen Kamera prüfen?
Vor dem Kauf einer spiegellosen Kamera sollten die folgenden Faktoren berücksichtigt werden:
- Sensorformat und Auflösung: Die Wahl zwischen Four Thirds, APS-C, Vollformat und Mittelformat sollte sich nach Größe der gesamten Ausrüstung, Kontrolle der Schärfentiefe, Anforderungen bei wenig Licht und Budget richten. Etwa 20–26 MP reichen für die meisten allgemeinen Fotoaufgaben und 4K-Ausgaben. 40–60 MP sind für starke Beschnitte und große Ausdrucke vorteilhaft, vergrößern aber die Dateien und erfordern schärfere Objektive sowie eine ruhigere Technik.
- Objektivanschluss und Systemumfang: Es sollte geprüft werden, ob der native Anschluss die benötigten Brennweiten, Lichtstärken, Abmessungen und Preisklassen bietet, nicht nur, ob Adapter existieren. Sony E, Canon RF, Nikon Z, Fujifilm X oder G, Micro Four Thirds und L-Mount sind nicht untereinander austauschbar. Adaptierte DSLR-Objektive können an Autofokusgeschwindigkeit, Abstimmung der Stabilisierung, Serienbildleistung oder Laufruhe im Video verlieren.
- Autofokusabdeckung und Motivverfolgung: Neben der Gesamtzahl der Fokuspunkte sind Phasenerkennung auf dem Sensor, Augen- oder Motiverkennung, Empfindlichkeit bei wenig Licht und Verfolgung bei der vorgesehenen Serienbildrate zu prüfen. Manche Gehäuse werben mit Hunderten Punkten, reduzieren die Autofokusleistung jedoch in ihren schnellsten elektronischen Verschlussmodi. Ältere Systeme mit Kontrasterkennung können bei Video oder unberechenbaren Bewegungen pumpen.
- Stabilisierung und Verschlussverhalten: Eine Bildstabilisierung im Gehäuse unterstützt jedes kompatible Objektiv und ist für Foto- und Videoaufnahmen aus der Hand hilfreich. Einige Gehäuse verlassen sich aber teilweise oder vollständig auf die optische Stabilisierung im Objektiv. Zu prüfen ist, ob Gehäuse- und Objektivstabilisierung zusammenarbeiten. Auch Rolling Shutter, Flimmern, Streifen und eine verringerte Bittiefe in elektronischen Verschlussmodi sind wichtig, da lautloses Fotografieren für schnelle Bewegung oder Kunstlicht nicht gleichermaßen geeignet ist.
- Serienbildrate, Puffer und Kartentyp: Beworbene 10–20 Bilder/s sind bei Action nur dann nützlich, wenn kontinuierlicher Autofokus, RAW in voller Qualität und Liveansicht aktiv bleiben. Es sollte geprüft werden, wie viele RAW- oder JPEG-Bilder der Puffer fasst und ob die Kamera UHS-II-SD- oder CFexpress-Medien zum schnellen Leeren benötigt. Langsamere Karten können eine hohe Spitzenrate in eine kurze Serie mit anschließender langer Wartezeit verwandeln.
- Sucher, Display und Handhabung: Auflösung, Vergrößerung, Bildwiederholrate, Sucherunterbrechungen und Augenabstand des EVF sollten verglichen werden, statt bei jedem elektronischen Sucher dasselbe Erlebnis anzunehmen. Auflösungen um 2,36 Millionen Bildpunkte sind üblich, Sucher mit 3,69–5,76 Millionen Bildpunkten können feinere Details zeigen. Grifftiefe, Anordnung der Bedienelemente, Beweglichkeit des Displays und Balance mit dem vorgesehenen Objektiv sind bei langen Einsätzen ebenso wichtig.
- Videomodi und thermische Grenzen: Die tatsächlich verfügbaren Bildraten, Cropfaktoren, Bittiefen, Farbabtastungen, Aufnahmelimits und Autofokusfunktionen in 4K-, 6K- oder 8K-Modi müssen geprüft werden. Eine Kamera bietet 10-Bit-4K möglicherweise nur intern oder extern, beschneidet das Bild bei 50/60p oder überhitzt in oversampelten und hochauflösenden Modi früher. Die Ausstattung sollte deshalb zur geplanten Cliplänge und zum Bearbeitungsablauf passen.
- Akkulaufzeit, Laden und Stromversorgung: Die Akkubewertungen spiegelloser Kameras liegen häufig bei etwa 250–500 Aufnahmen nach CIPA, größere Akkus und Energiesparmodi können diesen Bereich jedoch überschreiten. EVF-Nutzung, hohe Bildwiederholraten, Stabilisierung, Video, drahtlose Übertragung und Kälte verkürzen die Laufzeit. Die Kompatibilität mit USB-C-Laden oder Stromversorgung sollte bestätigt und für ganztägige Aufnahmen ein Ersatzakku eingeplant werden.
- Gehäuserobustheit und Gesamtgewicht der Ausrüstung: Zu prüfen sind Wetterschutz, Angaben zur Betriebstemperatur, Anschlussabdeckungen, gegebenenfalls die angegebene Verschlusslebensdauer und ein oder zwei Kartenfächer für Sicherungskopien. Kompakte Gehäuse können ungefähr 300–500 g wiegen. Mit einem lichtstarken Vollformatzoom kann die einsatzbereite Ausrüstung jedoch deutlich mehr als 1 kg erreichen, weshalb Gehäuse, Objektiv, Akku und Zubehör als ein zu tragendes Gesamtsystem verglichen werden sollten.