Du solltest einen Bodenstaubsauger in Betracht ziehen, wenn du häufig mehrere Bodenarten reinigst, lange ununterbrochene Einsätze brauchst oder Motor und Staubbehälter auf dem Boden statt in der Hand halten möchtest. Schlauch und Saugrohr machen Bodenstaubsauger besonders unter Möbeln, auf Treppen und mit Spezialaufsätzen für Parkett, Polster und schmale Spalten nützlich.
Kapazität und Reichweite sind große Stärken. Die von uns untersuchten Modelle fassen typischerweise etwa 2,5–3 L und verwenden ein Kabel nahe 7 m, viele reichen bis 9 m; Schlauch und Saugrohr erweitern den Aktionsradius zusätzlich. Beutelkonstruktionen eignen sich für sauberere Entsorgung. Beutellose Modelle vermeiden Ersatzbeutel, setzen Filter und Behälter bei der Wartung aber mehr Staub aus.
Ein Bodenstaubsauger ist weniger praktisch, wenn der Stauraum sehr begrenzt ist oder das Gehäuse häufig zwischen Etagen getragen werden muss. Prüfe Radbewegung, Schlauchflexibilität und Tragegriff für Treppen. Ein Nenngewicht von ungefähr 5,5 kg fühlt sich bei leicht rollendem Gerät ganz anders an als bei einem Gerät, das an Schwellen und Möbeln hängen bleibt.
Sind Bodenstaubsauger besser als aufrechte oder Stielmodelle?
Bodenstaubsauger sind für Arbeiten mit Aufsätzen, die Reichweite unter Möbeln und kabelgebundene Reinigung mit großer Kapazität meist besser als aufrechte oder Stielmodelle. Aufrechte Geräte sind auf offenen Teppichflächen einfacher, Stielmodelle bei kurzen Einsätzen leichter. Die beste Bauform hängt daher davon ab, wo Motorgewicht, Bodendüse und Staubbehälter am praktischsten sind.
Nach unserer Untersuchung erreichen Bodenstaubsauger mit veröffentlichten Angaben durchschnittlich etwa 240 AW und 3 L Kapazität, verglichen mit ungefähr 160 AW und 2 L bei aufrechten Modellen sowie 130 AW und 0,7 L bei Stielgeräten. Bodenstaubsauger und aufrechte Modelle wiegen insgesamt beide ungefähr 5,5 kg. Ein Stielgerät liegt dagegen näher an 3 kg und platziert viel Gewicht nahe an der Hand; ein Bodenstaubsauger lässt das schwere Gehäuse am Boden, dieses muss aber hinter dem Nutzer folgen.