Gute Saugroboter mit Kartierung können Räume lokalisieren, zur Station zurückkehren und Raum für Raum präzise genug für die tägliche Reinigung abfahren, doch ihre Karten sind keine architektonischen Vermessungen. Entscheidend ist die Wiederholbarkeit: Raumgrenzen, virtuelle Wände und die angezeigte Roboterposition sollten nach mehreren Fahrten übereinstimmen.
LiDAR arbeitet im Dunkeln und in schlichten Räumen meist am zuverlässigsten, weil es die Geometrie direkt misst. Kamerabasierte Systeme können ebenfalls präzise sein, doch starkes Gegenlicht, wenig Licht, Spiegel und Räume mit wenigen visuellen Orientierungspunkten können die Sicherheit verringern. Beide Systeme können durch reflektierendes Glas oder eine Tür irritiert werden, die zwischen den Fahrten anders steht.
Die Navigationsgenauigkeit hängt auch von der Umgebung ab. Stühle, Futternäpfe und Menschen sind vorübergehende Hindernisse, während Schwellen von etwa 15–20 mm, hochflorige Teppiche und enge Durchgänge bestimmen, ob der Roboter der auf der Karte angezeigten Route tatsächlich folgen kann. Objekterkennung verbessert Entscheidungen im Nahbereich, garantiert aber nicht, dass jedes Kabel oder kleine Objekt umfahren wird.
Für eine möglichst saubere erste Karte stellst du die Station an eine feste Wand, öffnest alle einzubeziehenden Räume und entfernst vorüberliegende Gegenstände vom Boden. Prüfe danach die Raumgrenzen und teile oder verbinde sie in der App, bevor du Zeitpläne oder Sperrzonen anlegst; eine gut gezeichnete Karte ist nur nützlich, wenn ihre bearbeitbaren Steuerelemente am richtigen Grundriss verankert bleiben.
Wie aktualisieren Saugroboter ihre Karten, wenn sich der Grundriss ändert?
Saugroboter aktualisieren ihre Karten, indem sie jeden neuen Scan oder Kamerablick mit dem gespeicherten Grundriss vergleichen und dabei ihre aktuelle Position verfolgen. Verschobene Stühle, offene Türen und vorübergehende Gegenstände gelten normalerweise nur für diese Fahrt als Hindernisse, während wiederholte strukturelle Änderungen die Software dazu bringen können, einen Raum zu erweitern, eine Grenze zu ändern oder einen Kartenneubau vorzuschlagen.
Kleine Änderungen erfordern keine vollständige Neukartierung: Lass den Roboter eine komplette Fahrt beenden und korrigiere anschließend bei Bedarf Raumaufteilungen, Namen und Grenzen in der App. Nach einem Umbau, dem Versetzen der Station oder einer größeren Wandänderung ist es meist zuverlässiger, die betroffene Etage neu aufzubauen, statt angesammelte Korrekturen beizubehalten. Bei mehreren Etagen solltest du vor dem Start prüfen, ob der Roboter die richtige gespeicherte Karte ausgewählt hat, denn eine falsche Zuordnung kann Zonen und Raumpläne verschieben.